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Aufnahmemodus

Auswählen des Aufnahmemodus

Um einen Aufnahmemodus auszuwählen, drehen Sie das Funktionswählrad. Der Aufnahmemodus wird in der Aufnahmeanzeige angezeigt.

Modus Beschreibung
AUTO
(b)
Automatik (0Fotos aufnehmen (Modus b), Videofilme aufnehmen (Modus b)) Eine unkomplizierte »Schnappschuss«-Funktion, die der Kamera die Einstellungen überlässt. Die Kamera wählt zusätzlich zu Belichtungszeit und Blende auch andere Einstellungen wie den Weißabgleich automatisch.
P Programmautomatik (0P (Programmautomatik)) Besonders geeignet für Schnappschüsse und andere Situationen, in denen wenig Zeit für Einstellungen an der Kamera bleibt. Die Kamera wählt automatisch sowohl die Belichtungszeit als auch die Blende.
S Blendenautomatik (0S (Blendenautomatik)) Mittels der Zeitvorwahl lassen sich Bewegungen einfrieren oder verwischen. Sie wählen die Belichtungszeit; die Kamera stellt automatisch die Blende ein.
A Zeitautomatik (0A (Zeitautomatik)) Mittels der Blendenvorwahl kann man den Hintergrund unscharf werden lassen oder sowohl Vorder- als auch Hintergrund scharf abbilden. Sie wählen die Blende; die Kamera stellt automatisch die Belichtungszeit ein.
M Manuelle Belichtungseinstellung (0M (Manuelle Belichtungssteuerung)) Sie wählen sowohl die Belichtungszeit als auch die Blende. Für Langzeitbelichtungen stellt man die Belichtungszeit auf »Bulb« bzw. »Time«.
U1
U2
Benutzereinstellungen (0U1 und U2 (Benutzereinstellungen)) Weisen Sie diesen Positionen häufig benutzte Einstellungen zu. Diese Einstellungen können Sie dann rasch durch Drehen des Funktionswählrads aufrufen.
SCN
(h)
Motivprogramme (0h (Motivprogramme)) Durch die Wahl eines Motivprogramms werden die Kamera-Einstellungen automatisch für das ausgewählte Motiv optimiert.

Belichtungszeit und Blende

Die gleiche Belichtung (Bildhelligkeit) lässt sich mit verschiedenen Kombinationen aus Belichtungszeit und Blende erzielen.

  • Kurze Belichtungszeiten und große Blendenöffnungen (niedrige Blendenzahl) »frieren« Objektbewegungen ein bzw. lassen den Hintergrund in Unschärfe »verschwimmen«.
  • Lange Belichtungszeiten und kleine Blendenöffnungen (hohe Blendenzahl) lassen Objektbewegungen »verwischen« bzw. sorgen für Tiefenschärfe von Nah bis Fern.

Kurze Belichtungszeit (¹⁄₁₆₀₀ s)

Lange Belichtungszeit (1 s)

Große Blendenöffnung (Blende 5,6)

Kleine Blendenöffnung (Blende 22)

b (Automatik)

Die Kamera wählt zusätzlich zu Belichtungszeit und Blende auch andere Einstellungen wie den Weißabgleich automatisch. Von den Funktionen, die über das Menü eingestellt werden können, sind diejenigen, die automatisch von der Kamera gesteuert werden, grau dargestellt und nicht verfügbar. Um auf die Einstellungen von grau dargestellten Menüfunktionen zuzugreifen, müssen Sie den Aufnahmemodus auf P, S, A oder M ändern.

P (Programmautomatik)

Bei dieser Belichtungssteuerung wählt die Kamera entsprechend eines integrierten Belichtungsprogramms automatisch Belichtungszeit und Blende für eine in den meisten Situationen optimale Belichtung.

  • Sie können auf Einstellungen wie den Weißabgleich zugreifen, die beim Modus b (Automatik) automatisch gesteuert werden.

Programmverschiebung

Sie können verschiedene Kombinationen aus Belichtungszeit und Blende auswählen, die dieselbe Bildhelligkeit bewirken, indem Sie im Modus P das hintere Einstellrad drehen (»Programmverschiebung«).

  • Während die Programmverschiebung aktiv ist, erscheint das zugehörige Symbol (U) in der Aufnahmeanzeige.
  • Wenn Sie die Standardeinstellungen für Belichtungszeit und Blende wiederherstellen möchten, drehen Sie das hintere Einstellrad, bis das Symbol nicht mehr angezeigt wird. Sie können die Programmverschiebung auch beenden, indem Sie einen anderen Aufnahmemodus wählen oder die Kamera ausschalten.

S (Blendenautomatik)

Bei der Blendenautomatik wählen Sie eine Belichtungszeit und die Kamera stellt automatisch dazu die Blende für die optimale Belichtung ein. Verwenden Sie kurze Belichtungszeiten, um Bewegungen »einzufrieren«, oder lange Belichtungszeiten, um Bewegungen durch Verwischen des Objekts zu betonen.

Kurze Belichtungszeit (¹⁄₁₆₀₀ s)

Lange Belichtungszeit (1 s)

  • Drehen Sie das hintere Einstellrad zum Einstellen der Belichtungszeit.
  • Die Belichtungszeit kann auf Werte zwischen ¹⁄₈₀₀₀ s und 30 s eingestellt werden.

  • Wenn [Verschluss m. elektr. 1. Vorh.] für Individualfunktion d6 [Verschlusstyp] gewählt ist, wird die Belichtungszeit auf ¹⁄₂₀₀₀ s begrenzt, auch wenn sie kürzer eingestellt ist.
  • Die Belichtungszeit lässt sich auf dem gewählten Wert fixieren (0f4: Fixierung der Bedienelemente, g3: Fixierung der Bedienelemente).

A (Zeitautomatik)

Bei der Zeitautomatik wählen Sie eine Blende und die Kamera stellt automatisch dazu die Belichtungszeit für die optimale Belichtung ein. Dieser Modus eignet sich, wenn der Hintergrund unscharf sein soll, damit sich das Hauptobjekt abhebt, oder um Schärfe von Nah bis Fern zu erzielen.

Große Blendenöffnung (Blende 5,6)

Kleine Blendenöffnung (Blende 22)

M (Manuelle Belichtungssteuerung)

Sie wählen sowohl die Belichtungszeit als auch die Blende. Dieser Modus kann auch für Langzeitbelichtungen von Motiven wie Feuerwerk oder Nachthimmel verwendet werden (Fotografieren mit »Bulb« oder »Time«, 0Langzeitbelichtungen).

  • Belichtungszeit und Blende lassen sich durch Drehen der Einstellräder wählen, wobei die Belichtungsskala zur Orientierung dient.
  • Drehen Sie das hintere Einstellrad zum Einstellen der Belichtungszeit. Die Belichtungszeit kann auf Werte zwischen ¹⁄₈₀₀₀ s und 30 s, sowie auf Bulb oder Time eingestellt werden.

  • Wenn [Verschluss m. elektr. 1. Vorh.] für Individualfunktion d6 [Verschlusstyp] gewählt ist, wird die Belichtungszeit auf ¹⁄₂₀₀₀ s begrenzt, auch wenn sie kürzer eingestellt ist.

Belichtungsskala

Die Belichtungsskala im Monitor zeigt an, ob das Foto mit den aktuellen Einstellungen unter- oder überbelichtet wird. Die Belichtungsskala lässt sich folgendermaßen ablesen (die Anzeige ändert sich mit der für Individualfunktion b2 [Schrittweite Bel.-steuerung] gewählten Option):

[Schrittweite Bel.-steuerung] auf [1/3 EV Stufen (Korrektur 1/3 EV)]
Optimale Belichtung Unterbelichtung um 1/3 LW Überbelichtung um über 3 1/3 LW

Die Richtung der waagrechten Belichtungsskala (negative Werte links und positive Werte rechts, oder positive Werte links und negative Werte rechts) lässt sich mit Individualfunktion f7 [Skalen spiegeln] umkehren.

Belichtungswarnung

Wenn mit den gewählten Einstellungen die Messbereichsgrenzen des Belichtungsmesssystems überschritten werden, blinkt die Anzeige.

Erweiterter Verschlusszeitenbereich

Für die Wahl sehr langer Belichtungszeiten bis 900 s (15 Minuten) im Modus M müssen Sie die Individualfunktion d7 [Erw. Verschlusszeitenbereich (M)] auf [ON] stellen.

Langzeitbelichtungen

Bei längeren Belichtungszeiten als 1 s kann die von der Kamera angezeigte Zeit von der tatsächlichen Belichtungszeit abweichen. Bei den Belichtungszeiten 15 und 30 Sekunden beispielsweise betragen die tatsächlichen Zeiten 16 bzw. 32 Sekunden. Bei Belichtungszeiten von 60 Sekunden und länger entspricht die Zeit wieder der gewählten Belichtungszeit.

ISO-Automatik (Modus M)

Ist die ISO-Automatik (0ISO-Automatik) eingeschaltet, wird die ISO-Empfindlichkeit für eine optimale Belichtung automatisch an die gewählte Belichtungszeit und Blende angepasst.

U1 und U2 (Benutzereinstellungen)

Häufig benutzte Einstellungen lassen sich den Positionen U1 und U2 zuweisen und später einfach durch Drehen des Funktionswählrads abrufen.

Benutzereinstellungen speichern

Weisen Sie die aktuellen Aufnahme-Einstellungen wie nachstehend beschrieben einer Benutzereinstellungen-Position zu.

  1. Stellen Sie die folgenden Aufnahme-Einstellungen wunschgemäß ein.

    • Fotoaufnahmemenü-Optionen,
    • Videoaufnahmemenü-Optionen,
    • Individualfunktionen, und
    • Aufnahmemodus, ‌Belichtungszeit (Modi S und M), Blende (Modi A und M), Programmverschiebung (Modus P), Belichtungskorrektur etc.
  2. Markieren Sie [User Settings speichern] im Systemmenü und drücken Sie 2.

  3. Wählen Sie die Benutzereinstellungen-Position, der die Einstellungen zugewiesen werden sollen.

    Wählen Sie [Unter U1 speichern] oder [Unter U2 speichern] und drücken Sie dann 2.

  4. Speichern Sie die Benutzereinstellungen.

    Markieren Sie [Einstellungen speichern] und drücken Sie J, um die aktuellen Einstellungen der gewählten Position zuzuweisen.

  5. Machen Sie Aufnahmen mit den gespeicherten Einstellungen.

    Drehen Sie das Funktionswählrad auf U1 oder U2, um Aufnahmen mit den Einstellungen zu machen, die der jeweiligen Position zugewiesen wurden.

Einstellungen, die U1 und U2 nicht zugewiesen werden können

Die folgenden Menüeinstellungen werden nicht gespeichert.

  • Menü FOTOAUFNAHME

    • [Ordner]
    • [Picture Control verwalten]
    • [Mehrfachbelichtung]
    • [Intervallaufnahme]
    • [Zeitraffervideo]
    • [Aufnahme mit Fokusverlagerung]
    • [Aufnahme mit Pixelverlagerung]
  • Menü VIDEOAUFNAHME

    • [Ordner]
    • [Picture Control verwalten]

Benutzereinstellungen zurücksetzen

  1. Markieren Sie [Anwendereinstell. zurücksetzen] im Systemmenü und drücken Sie 2.

  2. Wählen Sie eine Benutzereinstellungen-Position, die zurückgesetzt werden soll.

    Wählen Sie [U1 zurücksetzen] oder [U2 zurücksetzen] und drücken Sie 2.

  3. Setzen Sie die Benutzereinstellungen zurück.

    Markieren Sie [Zurücksetzen] und drücken Sie die Taste J, um die gewählte Position auf die Standardvorgaben zurückzustellen (die Kamera arbeitet dann im Modus P).

h (Motivprogramme)

Durch die Wahl eines Motivprogramms werden die Kamera-Einstellungen automatisch für das ausgewählte Motiv optimiert.

Auswählen eines Motivprogramms

Stellen Sie das Funktionswählrad auf h und drehen Sie das hintere Einstellrad, bis der gewünschte Motivtyp in der Monitoranzeige erscheint.

  • Die folgende Motivtypen stehen zur Wahl.
k Porträt
l Landschaft
p Kinder
m Sport
n Nahaufnahme
r Nachtaufnahme
s Innenaufnahme
t Strand/Schnee
d Sonnenuntergang
e Dämmerung
f Tiere
g Kerzenlicht
j Blüten
z Herbstfarben
0 Food

Motivprogramme

k (Porträt)

Verwenden Sie dieses Programm für Porträts mit weichen, natürlich aussehenden Hauttönen.

  • Wenn das Hauptobjekt einen großen Abstand zum Hintergrund hat und/oder ein Teleobjektiv verwendet wird, werden die Hintergrunddetails unscharf abgebildet, sodass im Bild ein Eindruck von Tiefe entsteht.

l (Landschaft)

Verwenden Sie diese Einstellung für brillante Landschaftsaufnahmen bei Tageslicht.

p (Kinder)

Verwenden Sie diese Einstellung für Schnappschüsse von Kindern. Kleidung und Hintergrunddetails werden in lebendigen Farben wiedergegeben, während die Hauttöne weich und natürlich bleiben.

m (Sport)

Kurze Belichtungszeiten sorgen für das Einfrieren von Bewegungen bei dynamischen Sportaufnahmen, in welchen das Hauptobjekt klar herausgehoben wird.

n (Nahaufnahme)

Verwenden Sie diese Einstellung für Nahaufnahmen von Blumen, Insekten und anderen kleinen Objekten.

r (Nachtaufnahme)

Verringert Rauschen und unnatürliche Farben, wenn Sie nächtliche Szenerien fotografieren – Straßenbeleuchtung und Leuchtreklamen inbegriffen.

s (Innenaufnahme)

Fangen Sie die Wirkung der vorhandenen Beleuchtung bei Innenaufnahmen ein. Verwenden Sie diese Einstellung für Partys und andere Aufnahmen innerhalb von Räumen.

t (Strand/Schnee)

Fangen Sie die Helligkeit sonnenbeschienener Flächen wie Wasser, Schnee oder Sand ein.

d (Sonnenuntergang)

Bewahrt die tiefen Farbtöne, die man bei Sonnenuntergängen und Sonnenaufgängen sieht.

e (Dämmerung)

Bewahrt die Farben, die man im schwachen natürlichen Licht der Morgendämmerung oder nach dem Sonnenuntergang wahrnimmt.

f (Tiere)

Verwenden Sie diese Einstellung, wenn Sie lebhafte Tiere porträtieren.

g (Kerzenlicht)

Erhält die besondere Lichtstimmung beim Fotografieren im Kerzenlicht.

j (Blüten)

Verwenden Sie diese Einstellung für Blumenbeete, blühende Obstgärten und andere Landschaftsaufnahmen mit Blütenflächen.

z (Herbstfarben)

Bringt die brillanten Rot- und Gelbtöne von Herbstlaub zur Geltung.

0 (Food)

Verwenden Sie diese Einstellung für brillante Aufnahmen von Lebensmitteln und zubereiteten Gerichten.

Motivprogramme

  • Je nach gewähltem Programm lassen sich manche Einstellungen – beispielsweise Picture Control, Weißabgleich, Tonmodus oder Individualfunktionen – nicht ändern.

  • Es empfiehlt sich, ein Stativ oder optionales Zubehör wie einen Kabelfernauslöser zu verwenden, um bei schlechten Lichtverhältnissen Verwacklungsunschärfen zu vermeiden.